Sugaring

  1. Sugaring – die Renaissance einer alten Kunst

    Die Arbeit mit Zucker in Medizin und Schönheitspflege besitzt eine 5000 Jahre alte Tradition. Schon im Altertum war es in verschiedenen Kulturen üblich sich die Körperbehaarung zu entfernen. Im alten Ägypten gehörte ein haarloser Körper zum Schönheitsideal. Sie wussten schon damals, die pflegenden und desinfizierenden Eigenschaften dieses wichtigen Energiespenders der Natur zu schätzen. Hochwertige Zuckerpasten wurden daher in der Antike auch als „Cleopatragold“ bezeichnet. Sie war ein absolutes Luxusgut den Reichen und Schönen vorbehalten. Viel später zu Kriegszeiten, in denen Medikamente knapp wurden, wurde Zucker zur Wundheilung und Desinfektion verwendet. Die moderne technologische Weiterentwicklung der Zuckerpaste erlaubt heute unterschiedliche Behandlungsmethoden, die von Akne- über Cellulitebehandlung bis hin zur perfekten Haarentfernung alles beinhalten.

  2. Enthaarung mit der Zuckerpaste

    Die Zuckergel – Haarentfernung auch Body Sugaring genannt, ist nicht nur eine sanfte und lang anhaltende Alternative zum Rasieren und Wachsen sondern ein System zur dauerhaften Haarwuchsreduktion.
    Im Gegensatz zum Waxing wird das Haar beim Zuckern (Sugaring)  in Haarwuchsrichtung entfernt. Somit vermeidet man, dass ein hoher Prozentsatz das Haar abbricht, den Haarfollikel nicht unnötig ausgedehnt wird und ein Einwachsen der nachkommenden Haare sehr minimiert wird.
    Das liegt an der speziellen Struktur der Zuckerpaste.
    Diese besteht aus sogenannten Monosaccharid Ketten, die sich fest in den Haarlamellen verankern.
    Weil die Glukose- und Fruktose Moleküle so winzig klein sind, dringen sie tief in den Follikel und in die Lamellenstruktur des Haares ein und ermöglichen dadurch ein vollständiges Entfernen der Haare (auch kurze – 0,4 mm und dünne Haare).
    Dadurch wird das Haar bis in die Wurzel hinein erfasst und kann schmerzarm herausgezogen werden.
    Danach wachsen die Haare feiner, dünner und ohne Stoppelbildung nach.
    Daher ist Sugaring als einzige Haarentfernungsmethode dafür bekannt, dass die Haare über die Jahre schrittweise weniger, schwächer und langsamer nachwachsen.
    Die Haut ist nach korrektem Sugaring nur minimal gereizt und beruhigt sich sehr schnell. Der Umfang der entstehenden Mikroverletzungen ist abhängig von der Wachstumsphase des Haares, vom Haartyp und von der Arbeitsweise der Behandelnden. Deshalb ist das Können des Anwenders sehr wichtig und entscheidend bzw. auch die richtige Nachbehandlung, die abschließend mit hautbarrierestärkenden Lotionen erfolgt.

  3. Tipps und Tricks

    Legen Sie den Termin einer Behandlung nicht auf den Beginn einer Menstruation.
    In dieser Zeit reagiert der Körper anders und die Behandlung ist weniger dauerhaft. Verwenden Sie am Tage der Behandlung sowie am Vortag keine Öl- oder Körperlotionen. Auch keine Duschgels mit Silikonanteilen auf den zu behandelnden Körperteilen. Diese Stoffe erschweren die Haarentfernung massiv, da der Zucker aufgrund des Fettfilms nicht richtig greifen kann und abrutscht.12 Stunden vor und nach der Behandlung bitte kein Sonnenbad und keinen schweißtreibenden Sport. Ebenso bitte auf einen Besuch im Solarium verzichten. Schweiß kann in den offenen, gerade enthaarten Follikel eindringen und Entzündungen hervorrufen. 14 Tage vor dem Sugaring-Termin keine Enthaarung mehr vornehmen, da am Anfang eine Haarlänge von mind. 5 mm benötigt wird. Rasieren sollte während der gesamten Behandlung mit Zuckerpaste absolut unterlassen werden, da damit das Feiner- und Wenigerwerden der Haare stark beeinflusst wird.

  4. Gesichtsbehandlung

    Verwenden Sie 24 Stunden danach kein Make-up oder abdeckende Cremen. Innerhalb von 1 – 3 Tagen nach der Behandlung stellen einige Kundinnen die ersten paar Male kleine weiße Bläschen fest. Diese Bläschen sollten nicht größer als Stecknadelköpfe sein und sich nicht unangenehm anfühlen. Sie entstehen durch die Talgdrüsen, die auf die Behandlung überreagieren und zuviel Hauttalg produzieren. Nach wenigen Behandlungen werden die Talgdrüsen immer gelassener reagieren. Schon nach der vierten Behandlung werden solche Bläschen kaum mehr auftauchen, vorausgesetzt, die Behandlungen erfolgen etwa in monatlichen Abständen. Bei größeren Zeitabständen zwischen den Behandlungen reagieren die Talgdrüsen ähnlich wie beim ersten Mal.